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Programm zur Förderung des Radverkehrs in Fellbach - Fahrradfreundliche Stadt -

Die Stadt Fellbach ist als fahrradfreundlicher Betrieb ausgezeichnet worden, was vorbildhaft und erfreulich ist. Das Fellbacher Stadtgebiet ist durch seine Topographie und seine Kompaktheit auch äußerst fahrradfreundlich. Alltagswege, die in der Regel kürzer als 5 Kilometer sind, können bei uns am schnellsten mit dem Rad bewältigt werden, da man von Haustür zu Haustür fahren kann und keine lange Parkplatzsuche benötigt. Zudem ist diese Fortbewegungsart sehr klimaschonend (CO2-sparend) und dazu geeignet, die Klimaschutzziele der Stadt zu unterstützen.

Neben dem Ausbau des ÖPNV (Fellbach-Ticket) ist die Förderung des Radverkehrs ein wichtiges Standbein hin zu einer umweltverträglichen Mobilität. Ziel ist das verträgliche Miteinander aller Verkehrsarten im zur Verfügung stehenden Straßenraum.

In der Vergangenheit sind schon einige Maßnahmen für den Radverkehr umgesetzt worden (Kombistreifen, separate Radwege, Fahrradabstellplätze), doch um den Anteil des Radverkehrs im Alltag zu erhöhen, müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden. Vor allem eine immer älter werdende, aber mobil bleibende Bevölkerung, ist stärker zu berücksichtigen. Elektrofahrräder werden diesen Trend unterstützen.

Gerade auch die Diskussion um die derzeit durchgeführten Kontrollen von Radfahrern im Stadtgebiet und die Probleme von Radfahrern mit unterbrochenen Radwegen und Konfliktstellen mit den PKW´s und LKW´s zeigt wie wichtig die Förderung des Radverkehrs für die Zukunft auch in Fellbach ist.


Dazu stellt die SPD-Faktion folgenen Antrag:

Die Stadtverwaltung legt bis Anfang 2010 ein Programm zur Förderung des Radverkehrs in Fellbach vor. Darin werden die Handlungsfelder zur Förderung des Radverkehrs beschrieben und Maßnahmen zur konkreten Umsetzung als Grundlage städtischen Handelns festgelegt.

Zu folgenden Aspekten werden Aussagen gemacht:

SICHERHEIT

1. Sicherheit auf Radwegen

Radwege an Kreuzungsbereichen von Rad und PKW (Kreuzungen, Hofeinfahrten, usw.) an den Hauptradachsen (Bahnhofstraße/ Fellbacher Straße/ Esslinger Straße) mit rotem Straßenbelag markieren. Damit kann die Aufmerksamkeit der Autofahrer, auf Radwege zu achten, wesentlich erhöht werden.

2. Sicherheit auf Straßen
Radwege bzw. Radfahrer mit dem Verkehr mitzuführen heißt auch, die Radfahrer in den Sichtbereich der Autofahrer zu nehmen, sie sind besser präsent und werden weniger übersehen. In Kreuzungsbereichen sind Fahrradaufstellflächen/ Radschleusen direkt vor der Haltelinie, vor allem für Linksabbieger eine große Hilfe.

3. Sicherheit für Fahrräder

Radabstellplätze/ Radbügel zum sicheren Abstellen. Verzicht auf den einen oder anderen PKW-Abstellplatz zum Abstellen von Fahrrädern und Kradabstellmöglichkeiten.

4. Sicherheit für Gepäck
Schließfächer an wichtigen Zielen (Rathaus, Einkaufenslagen usw.) einrichten, bzw. dafür werben, dass dies zur Unterstützung des Radverkehrs ein wichtiger Beitrag ist (Sichere Unterbringung der Radkleidung, Helm, Einkauf usw.)

5. Sicherheit für Verkehrsteilnehmer
Verkehrserziehung: Kooperation mit Schulen und VHS/ Sicherheitstraining, Verkehrsregeln, Fahrradwartung, usw.


RADWEGEPLANUNG

6. Radwegeplan
Aufstellen eines Radwegeplanes mit den derzeit geplanten kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen (Zeitplan). Dafür sind Finanzmittel im Haushaltsplan vorzusehen. Dies betrifft:
• Lückenschlüsse
• Führungen an Kreuzungsbereichen überprüfen, Alternativen entwickeln (z.B. Fellbacher Straße/ Siemens-Stauferstraße: Radfahrer muss von hinten kommenden vorfahrtsberechtigten PKW-Rechtsabbieger beim Geradeausfahren beachten)
• Engpässe dokumentieren (Bahnhofstraße: Lampen, Fußgänger, aufschlagende Autotüren), Alternativen entwickeln, Kreuzungsbereiche „entschärfen“ (siehe unter 1.)

7. Runder Tisch Radverkehr

Analyse der vorhandenen Situation, Verbesserungsvorschläge erarbeiten und dokumentieren. Maßnahmen müssen in den Radwegeplan sichtbar einfließen (siehe 6.)

8. Zweite Nord-Süd-Stadtradachse

konsequent als „Transitstrecke“ ausbauen (Schmiden/Oeffingen nach Fellbach-Süd/ Kombi-Bad ohne 60er-Bus-Anschluss). Dabei spielt eine Bahnquerung im Zuge des Sanierungsgebietes Eisenbahnstraße eine wichtige Rolle. Bei der Ausschreibung zum städtebaulichen Wettbewerb ist eine solche Querung aufzunehmen.


9. Erreichbarkeit der Nachbarkommunen per Rad

überprüfen und ausbauen (nicht nur touristische Wochenendwege sondern auf direktem Weg/ z.B. Wege befestigen, Lücken schließen u.a.)


10. Ampelschaltungen überprüfen

Radfahrer sind langsamer und haben bisher keine grüne Welle.


INFRASTRUKTURENTWICKLUNG


11. Dritte Nord-Süd-Stadtradachse/ Bahnquerung im Auge behalten

in der langfristigen Stadtplanung auch für den Bereich östlich der Bahnhofstraße vorsehen.

12. Leihsystem für Räder
Aufbau eines Leihsystems für Fahrräder (Bahnhof, Rathäuser usw), bzw. Partner suchen. Mit den Diensträdern ist ein erster Anfang gemacht.

13. Radstation/ Fahrradparkhaus am Bahnhof

inklusive Service (Rad putzen, warten, reparieren): am Bahnhof in Ludwigsburg entsteht zurzeit ein solches, betrieben von der „Neuen Arbeit“/ Servicestützpunkte ausbauen (private Partner suchen)

14. Elektroradsystem aufbauen

mit (Ladestationen/ Abstellplätze/ Schließfächer/ Servicestützpunkte)

15. Betriebliches Mobilitätsmanagement

Anregen eines betrieblichen Mobilitätsmanagements bei Fellbacher Betrieben mit dem Beispiel der Stadtverwaltung Fellbach (Dienstfahrräder/ betriebliche Infrastruktur für Radfahrer wie Spinde, Duschen, sichere Abstellplätze)/ Verknüpfung mit der Nutzung des ÖPNV.

Begründung:

Kein Verkehrsmittel wird so unterschätzt wie das Fahrrad. Dabei ist es auf den kurzen Strecken und in der Stadt eine sinnvolle Alternative zum motorisierten Individualverkehr. Aber auch in der Freizeit und für Urlaubszwecke bietet sich das Fahrradfahren an.
In Deutschland werden gegenwärtig 9 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt. Das sind im Jahresdurchschnitt rund 300 Kilometer pro Einwohner. Damit ist das Potenzial bei weitem nicht ausgeschöpft. Das zeigt ein Blick auf unsere europäischen Nachbarn. Die Niederländer nutzen beispielsweise für 27 Prozent aller Wege das Fahrrad. In einigen Städten liegt der Radverkehrsanteil sogar bei rund 40 Prozent.
Gerade in den Ballungsräumen, in denen die Hälfte aller PKW-Fahrten kürzer als 5 Kilometer sind, kann das Fahrrad seine Vorteile voll ausspielen: Es ist nicht nur umweltfreundlich (kein Lärm, keine Abgase), das Fahrrad hält auch seine Benutzer fit. Außerdem spart es Nerven, da die Parkplatzsuche entfällt. Darüber hinaus ist die Erhöhung des Fahrradanteils am Gesamtverkehr im Rahmen einer integrierten Verkehrspolitik auch ein Beitrag zur Sicherung der Gesamtmobilität.

Das Fahrrad ist im Kommen, viele haben in den letzten Jahren das Radfahren für sich neu entdeckt. Rund 80 Prozent der Menschen in Deutschland besitzen ein Rad, das sind etwa 73 Millionen Fahrräder, die immer häufiger zum Einsatz kommen. Damit noch mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen, fördert die Bundesregierung den Radverkehr.

Radfahren schützt das Klima und die Umwelt
Mehr Radverkehr in den Innenstädten sorgt für bessere Luft und lässt weniger klimaschädliches Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangen. Wenn etwa 30 Prozent der Kurzstrecken bis 6 Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückgelegt werden, ließen sich nach Schätzungen des Umweltbundesamtes pro Jahr etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.

Anteil des Fahrrads am Verkehrsaufkommen soll steigen
Um die Nutzung des Fahrrades insgesamt steigern zu können, sind viele Einzelmaßnahmen und Maßnahmenbündel aller Verantwortlichen erforderlich. Damit in Zukunft noch mehr Menschen in Deutschland das Fahrrad nutzen, müssen daher Bundesregierung, die Bundesländer und die Städte und Gemeinden an einem Strang ziehen. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen Umstieg/Wechsel auf das Fahrrad ist eine gute Fahrrad-Infrastruktur, die die Nutzung des Fahrrades komfortabel und sicher macht.

Fahrradverkehr als Teil einer integrierten Stadt- und Verkehrspolitik
Die Bundesregierung kümmert sich um die Rahmenbedingungen, damit der Fahrradverkehr als Gesamtsystem mehr Beachtung findet und weiter ausgebaut wird. Dabei ist der Radverkehr fester Bestandteil einer integrierten Stadt- und Verkehrspolitik.
Wesentliches Instrument ist der Nationale Radverkehrsplan der Bundesregierung, der im Zeitraum von 2002 bis 2012 neue Wege und Strategien für die Förderung des Radverkehrs anstoßen soll und auch schon angestoßen hat. Weitere Maßnahmen sind die Optimierung des rechtlichen Rahmens -vor allem der Straßenverkehrs-Ordnung-, Kampagnen für mehr Verkehrssicherheit, Fortbildungen für Akteure auf Kommunal- und Landesebene oder die Unterstützung von konkreten Projekten der Fahrrad-, Umwelt- und Verkehrsverbände sowie weiterer Projektträger.
Auch finanziell engagiert sich die Bundesregierung für den Fahrradverkehr: 2008 gab der Bund rund 100 Millionen Euro für den Bau und die Erhaltung von Radwegen an Bundesstraßen, für die Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans und für die Radverkehrssicherheitsarbeit aus.

Gemeinsame Anstrengungen von Bund, Ländern und Kommunen
Wenn es darum geht, die Bedingungen für einen sicheren und komfortablen Radverkehr, insbesondere in den Städten, zu verbessern, sind vor allem die Kommunen gefragt: Radwege und -streifen, Abstellmöglichkeiten, eine bessere Vernetzung mit dem Öffentlichen Nahverkehr - Städte und Gemeinden sind die wichtigsten Akteure bei einer Verbesserung des alltäglichen Radverkehrs. Wichtig ist, dass bei der Planung neuer bzw. der Umgestaltung alter Straßen das Fahrrad in allen Phasen der Planungs- und Entscheidungsprozesse berücksichtigt wird.
Parallel arbeiten die meisten Bundesländer daran, die Rahmenbedingungen zur Radverkehrsförderung, z. B. durch verkehrspolitische Programme oder durch landesweite Radverkehrsnetze zu verbessern. Dabei werden die Planer und Akteure von der Bundesregierung durch vielfältige Maßnahmen unterstützt.

Quelle und Informationen: Homepage des Bundesministeriums für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung (BMVBS)
hier

 

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