SPD Fellbach

Beitrag Fellbacher Stadtanzeiger 16. Juli 2025, Dr. Birgit Berg, SPD-Ratsfraktion:

Fellbach hat viel in seine Kitas investiert. Mehr Personal, mehr Standorte, Ganztags-
Öffnungszeiten, fachlich immer bessere, stetig fortentwickelte Konzepte. Der
Deutsche Kitapreis für die Kita Talstraße ist ein verdienter Meilenstein für diese
Arbeit.

Nur ein Thema scheint in Stein gemeißelt: die Betreuungsgebühren. Anders als in
den fachlichen Standards unserer Kitas verharren wir hier in den Konzepten des
vorigen Jahrhunderts. Damit meine ich die Selbstverständlichkeit, mit der wir Eltern
von Kindern unter und über drei Jahren erkleckliche Monatsbeiträge abverlangen,
wenn sie ihre Kinder längere Zeiten in die Kita bringen. Mögliche Folgen: das Kind
bleibt zu Hause oder kürzer in der Kita, Teilzeit wird nicht aufgestockt, Anträge mit
Gehaltsangaben werden vermieden. Dabei trägt eine gute Kita wesentlich zu gutem
Aufwachsen bei, was Sprachentwicklung, soziales Verhalten, Spaß mit Gleichaltrigen
und mehr angeht. Kinder mit knappen häuslichen Mitteln profitieren am meisten, aber
auch Kinder aus gut ausgestatteten Elternhäusern. Der Nobelpreisträger Wirtschaft
des Jahres 2000, James Heckman, hat in seinen Studien zum „return on investment“
in Kinder belegt, dass der spätere Erfolg von Kindern umso größer ist, je früher in
ihre gute Entwicklung investiert wird – schon in den ersten drei Lebensjahren.
Andere Bundesländer haben diese Erkenntnis in eine volle oder teilweise
Gebührenfreiheit umgesetzt. Fellbach als Kommune kann die Gebührenfreiheit nicht
allein schultern. Das Land muss handeln. Wann geht Baden-Württemberg diesen
Schritt?

Dr. Birgit Berg, Kinderärztin
SPD-Ratsfraktion

Stellungnahme der SPD-Gemeinderatsfraktion Fellbach TOP 4 Nord-Ost-Ring „Grüner Tunnel“

Nord-Ost-Ring

„A 87; Fellbach im Würgegriff?“ So war ein Bericht zum Bau einer Autobahn über das
Schmidener Feld in der damaligen Ausgabe einer stadtweit verteilten Informationszeitung
unserer SPD-Ortsvereine Fellbach, Schmiden und Oeffingen überschrieben. Ausgabe Juni 1979.

A 87, so hieß die heute als Nord-Ost-Ring bezeichnete Straßenplanung damals. Damals, das
war kurz nachdem die Landesregierung von der Neckar-Alb-Autobahn und einem
überdimensionierten Brückenbauwerk über die Rems im Bereich zwischen Berglen und
Winterbach Abschied genommen hatte.

Auch der später vom damaligen Regierungspräsidenten Andriof unternommene Versuch,
Anfang der 2000er-Jahre, mit dem Bau einer Neckarbrücke bei Remseck bereits
scheibchenweise Fakten zu schaffen, und damit gleich einmal die sensibelsten Naturräume
nördlich von Oeffingen zu zerstören, musste ad acta gelegt werden.
Die Gründe für eine konsequente ablehnende Haltung all dieser Planungen wurden auch heute
wieder mehrfach genannt.
Die verkehrliche Überlastung der B14 im Kappelbergtunnel und im Remstal durch den zu
erwartenden überregionalen Verkehr und die immensen ökologischen Schäden sind einfach
nicht wegzuwischen!

Das bemerkenswerteste an der von Herrn Stihl nun wieder „aufgewärmten“ Kampagne ist eine
Online-Abstimmung, die nur eine Ja-Stimme ermöglicht.
Inhaltlich gibt es keine neuen verkehrspolitische Ansätze, die Kampagne ist eine groß
angelegte Augenwischerei, sie ist faktisch nicht finanzierbar und trägt zur Verbesserung unserer
lokalen Verkehrssituation null Komma nichts bei!

Es handelt sich bei dieser Planung um einen echten Dinosaurier. Diese sind ausgestorben und
sind, wie der Nord-Ost-Ring, ein Fall für die Geschichtsbücher!

 

Andreas Möhlmann

Vorsitzender SPD-Gemeinderatsfraktion Fellbach

 

öffentliche Sitzung des Gemeinderats am 28. Januar 2025

 

 

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